Konzept

Feste Gruppen mit klaren Bezugspersonen im KinderNaturGarten Darmstadt
Die feste Gruppe gibt dem Kind Sicherheit, es weiß: hier gehöre ich hin, hier kenne ich alle und alle kennen mich.
Das Kind hat auch in der festen Gruppe die Freiheit zu entscheiden, was und mit wem es gerne spielen möchte.
Der Rahmen bzw. der Tagesablauf ist gehalten durch wiederkehrende Rituale und Abläufe, die in der Gruppe leben (ähnlich wie es in jeder Familie solche Rituale gibt). Diese Elemente geben Struktur, sie sind für das Kind verlässliche Orientierung und vertraute Hülle.
Gemeinsame Aktivitäten der ganzen Gruppe sind wichtig für das Erlernen von sozialen Fähigkeiten und stärken das Ich im Wir.

 

Inklusion
Verlange nichts von irgendwem, laß jederman sein Wesen,
du bist von irgendwelcher Fehm, zum Richter nicht erlesen.
Tu still dein Werk und gib der Welt allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts gestellt und niemanden hienieden.

Christian Morgenstern

 

Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung. Wenn jeder Mensch – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann, im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion. In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen. Und davon profitieren wir alle: zum Beispiel durch den Abbau von Hürden, damit die Umwelt für alle zugänglich wird, aber auch durch weniger Barrieren in den Köpfen, mehr Offenheit, Toleranz und ein besseres Miteinander. In unserem KinderNaturGarten Darmstadt wird Inklusion auch über das vollendete 6. Lebensjahr hinaus gelebt: wir wünschen uns neben unseren Mitarbeitern ohne Behinderung auch Mitarbeiter mit Behinderung.

Eingewöhnung
Es erfolgt in jedem Fall eine individuelle Absprache zwischen den Eltern und den Pädagogen, damit das Ankommen in unserem Waldorfkindergarten gut gelingen kann.
In der Vorbesprechung werden die Fragen bewegt: Was braucht mein Kind? Was brauche ich? Was braucht die Gruppe?

Gemeinsam für das Kind
Es finden regelmäßig Entwicklungsgespräche (mind. 1 x im Jahr) zwischen Eltern und den Pädagogen/innen statt.

Partizipation des Kindes
Der Begriff „Partizipation“ meint das Teilhaben und die Beteiligung von Personen bzw. Gruppen. Kinderbeteiligung bedeutet Mit- und Selbstbestimmung. Dem einzelnen Kind wird die Möglichkeit zur Gestaltung der eigenen Aktivität eingeräumt, soweit sich dies mit seinem und dem Wohl anderer vereinbaren lässt. Partizipation ist ein Schlüssel zur Bildung und Demokratie durch Selbstwirksamkeit. Das Kind als eigenständiges, individuelles Wesen hat ein Recht darauf, gemäß seines Entwicklungsstandes in Belange, die es betreffen, miteinbezogen zu werden. Das nachahmende Kind orientiert sich an den es begleitenden Erwachsenen sowie der wertschätzenden Erziehungspartnerschaft von Pädagogen und Eltern.

Partizipation der Eltern
In jeder Gruppe finden regelmäßig Elternabende statt, die dazu dienen, in einen guten Austausch zu kommen und einen Teil des tägliches Kindergartenalltags vor Augen zu haben. Jede Gruppe wählt zu Beginn des Kindergartenjahres (nach den Sommerferien) einen Elternvertreter.
Die Elternvertreter nehmen die Interessenvertretung stellvertretend für die Elternschaft der Gruppe wahr. Sie bündeln Kritik und Bedürfnisse und geben diese an die Pädagogen/innen weiter. In gemeinsamen Gesprächen werden die Themen besprochen und auch gemeinsam nach Lösungen gesucht.
Themen, die über das Gruppengeschehen hinaus gehen, können direkt mit den pädagogischen Leitungskräften bzw. der Geschäftsführung besprochen werden.

Qualitätsentwicklung
Impulse von außen:
Die Pädagogen/innen erhalten regelmäßig Unterstützung durch Coaching. Das Coaching übernehmen externe Fachkräfte. So ist gewährleistet, dass kontinuierlich inhaltlich gearbeitet wird. Diese Arbeit findet in kleinen Gruppenteams statt, so dass im KinderNaturGarten Darmstadt praxisnah gedacht und entwickelt werden kann.

Impulse von innen:
Für eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung aller im Haus Tätigen, ist es uns wichtig, immer nachzufragen, wie es ist bzw. war. Nur so können wir uns weiter entwickeln. Wir tun dies mit Hilfe von Fragebögen und achtsamer Kommunikation. Sollten wir einmal unaufmerksam sein, dann dürfen Sie uns gerne darauf hinweisen und uns direkt ansprechen.

Partner:
Wir leben und lernen von dem Austausch mit anderen Menschen, die sich mit Bildung und Entwicklung von Kindern beschäftigen. Deshalb arbeiten wir eng mit allen ausbildenden Schulen in unserem Einzugsgebiet zusammen und pflegen den Austausch mit anderen Kindertagesstätten in Darmstadt sowie den weiterführenden Grundschulen.